Von der Ehrlichkeit und vom Geschichten erzählen

Was bedeutet Ehrlichkeit? Was heißt es, echt zu sein, du selbst zu sein? Diese Fragen zu stellen, ist nicht leicht. Sie zu beantworten, noch schwieriger.

Die Macht unserer Geschichten

Wir alle erzählen uns Geschichten. Manche dienen uns, andere haben uns einmal gedient. Die Herausforderung liegt darin, sie zu überprüfen. Oft entwickeln sie eine Eigendynamik: Wir verinnerlichen sie so sehr, dass sie unseren Alltag, unsere Arbeit und unseren Umgang mit anderen prägen, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen.

Nimm dir Zeit und hinterfrage deine Geschichten

  • Welche erzählst du dir gerade?
  • Ist sie dir noch dienlich?
  • Wie alt ist sie?
  • Wann hast du sie gebraucht?
  • Warum könnte sie jetzt ausgetauscht werden?

Achte auf diese Signale

Gedanken wie „Das geht doch nicht“, „Wie kann man nur…“ oder „Das wäre nichts für mich“.
Situationen, in denen du dich durch Handlungen oder Aussagen anderer „angepiekst“ fühlst.
Körperliche Signale: Schmerzen, Schwere, Energielosigkeit.

Mit Übung erkennst du schnell, wann es Zeit ist, deine Geschichten zu überprüfen.

Die Kunst des bewussten Geschichten erzählens

Hör nicht auf, dir Geschichten zu erzählen. Entwickle stattdessen ein Bewusstsein dafür, ob sie dir noch dienen. Nutze die Kraft des Geschichtenerzählens, um deine eigene Geschichte bewusst zu schreiben und zu leben. Denn Geschichten verbinden, und sie geben dir die Macht, dein Leben aktiv zu gestalten.

Die Botschaft der Pferde

Pferde spiegeln uns unsere Geschichten ungeschminkt. Sie reagieren nicht auf das, was wir sagen, sondern auf das, was wir fühlen und ausstrahlen. Wenn wir uns selbst gegenüber nicht ehrlich sind, spüren sie das sofort.

  • Wie reagiert dein Pferd auf dich?
  • Zeigt es Unsicherheit, Unruhe oder Distanz?
  • Welche Eigenschaften unterstelle ich meinem Pferd und was hat das mit mir zu tun?
  • Welche Charaktereigenschaften mag ich an meinem Pferd, welche nicht und was hat das mit mir zu tun?